Die Frau in Gold (2015)

Maria Altmann, eine aus Österreich stammende Jüdin, wird durch den Tod ihrer Schwester im Jahre 1998 mit der Vergangenheit konfrontiert. Als Erbin der Familie Bloch-Bauer stößt sie auf die Information, dass ihre alte Heimat ein neues Restitutionsgesetz in Kraft treten ließ, dass durch die NS-Schergen enteignete jüdische Familien wieder ihren damaligen Besitz zukommen lässt. Marias Familie war im Besitz mehrerer Gemälde, die unter anderem Marias früh verstorbene Tante darstellen, darunter das berühmte Bild "Adele Bloch-Bauer I" oder eben auch "Die Frau in Gold". Der Sohn einer Freundin, Randy Schoenberg, soll Maria anwaltlich vertreten, hat aber gerade andere Baustellen und wird erst aufmerksam auf den Fall, als er den Wert des Gemäldes erkennt. Randy nimmt den Fall an und ein jahrelanger Rechtsstreit beginnt, der ihn umdenken lässt...

Handwerklich solide gemachter Film. Helen Mirren spielt die Rolle sehr souverän, Ryan Reynolds darf ein paar Mal nachdenklich in die Kamera gucken. Daniel Brühl spielt einen österreichischen Enthüllungsjournalisten, dessen Rolle in dem realen Fall deutlich ausgeprägter war. Ansonsten kann man sagen, dass schlimmer als Daniel Brühl in einem Film Daniel Brühl in einem Film mit österreichischem Akzent ist. Die Rückblenden in Form von Erinnerungen der Maria Altmann verleihen dem Film viel Atmosphäre und können durchaus beim Zuschauer die durch die Filmemacher beabsichtigten Emotionen auslösen. Zuschauer mit historischem Interesse werden den Film eher mögen als Zuschauer ohne diese Bezüge, ich gehöre zu ersterer Gruppe und fühlte mich daher "unterhalten" (sofern man dies bei solch einem Stoff überhaupt so sagen kann).

★★★★☆ (Wegen der üblichen aus Dramatisierungsgründen entfallenen tatsächlichen Begebenheiten)

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