Red red wine…

Seit ungefähr einem Jahr habe ich Wein für mich entdeckt. Insofern ungewöhnlich, als dass ich vorher mit ihm nichts anzufangen wusste und der Gedanke an ein schnörkelloses, bevorzugt herbes Bier mir immer eher behagte.

Es hat wohl damit zu tun, dass der Prozess der Nahrungsaufnahme für mich immer Mittel zum Zweck ist und ich einfach nicht die Geduld für den Genuss in seiner schönsten Form habe. Sich in Ruhe hinsetzen, das Essen zelebrieren und dabei ein Glas Wein trinken ist einfach nicht mein Ding. Dafür wurde mir das zu wenig vorgelebt.

Mittlerweile ist Wein aber für einen Abend am Wochenende eine ganz nette Alternative zum Bier geworden. Es könnte wohl auch daran liegen, dass ich mit zunehmenden Alter einen anderen Geschmack entwickele. Momentan liege ich aber eher noch zwischen lieblich und halbtrocken, trocken ist mir noch zu krass. Dabei scheinen badische Weine ganz gut zu sein, der schwere Kopf am nächsten Morgen bleibt immer aus.

Meine Idee ist es, mal ein Weinseminar zu besuchen und ein bisschen mehr über das Thema zu erfahren. Nach allem, was ich bisher weiß, ist es mit „Ich nehme einfach die Flasche für 3,99, das wird schon passen!“ nicht getan. Ich trinke gerade, während ich diese Zeilen verfasse, einen roten Dornfelder, der nachdem ich ein Stück würzigen Käse aß, tatsächlich besser schmeckt. Es muss also etwas an den Hinweisen auf dem Ettikett dran sein.

Wein ist also komplexe Materie. Wenn du einmal dein Lieblingsbier gefunden hast, schmeckt es dir immer, zu jeder Mahlzeit. Bei Wein ist das Verhältnis zur Speise eben sehr granularer, je nach Fleisch/Fisch staffelt sich eine riesige Auswahl, die den Novizen schier überfordert. Allein deshalb will ich mir mehr Wissen zum Thema aneignen.  Wenn man schon einmal ein gutes Essen auf den Tisch stellt, soll der Inhalt des Glases ja wenigstens gut dazu passen.